Mexiko - Sonne, Sand und die Welt der Maya


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Chichen Itza


Ein Muss für Kulturinteressierte ist der Besuch von Chichen Itza. Eine riesige Anlage, die schon weitgehend restauriert wurde. Die wichtigsten Bauwerke hier sind der Tempel der federgeschmückten Schlange, der Tempel der Krieger und die Halle der tausend Säulen.
Die drei genanten Anlagen sind gleichwohl nur eine kleine Auswahl der an Sehenswürdigkeiten reichen Region.

Chichén Itzá ist eine Ruinenstätte auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán, ca. 120 km östlich von Mérida.




Nach dem Manuskript von Chumayel wurde Chichén Itzá in den Jahren 435 bis 455 vom Volk der Maya gegründet. Dem widersprechen allerdings Dokumente, deren früheste Erwähnung der Stadt Chichén Itzá auf das Jahr 879 zurückgeht. Die Tempelstadt mit etwa einem Kilometer Durchmesser war um zwei große Cenoten errichtet worden, von denen eine die Wasserversorgung der Stadt sicherstellte. Bewohnt wurde die Stadt nur von Priestern und Regierungsfunktionären, da sie die Hauptstadt eines Maya-Reiches darstellte. Die Bauern, die in der Umgebung Ackerbau betrieben, wohnten um die Anlage herum in Stroh- und Lehmhütten.

Der Name Chichén Itzá besteht aus drei Wörtern aus der Sprache der Itzá-Maya: chi (Mund), chén (Brunnen oder Teich) und itzá (Eigenbezeichnung des Volkes). Zusammengesetzt also: „Der Mund des Brunnens der Itzá“. Mit dem Brunnen war vermutlich die Cenote der Stadt gemeint.



Um 1200 wurde Chichén Itzá von seinen Bewohnern verlassen, der Urwald überwucherte alles, bis dann nach 1841 Archäologen begannen die Maya Ruinen wieder auszugraben, darunter sieben Spielfelder des Mesoamerikanisches Ballspiels, das größte misst 91 x 36 Meter und ist damit das größte Ballspielfeld in Mexiko. Im Gegensatz zu anderen Städten war Chichén Itzá nie in Vergessenheit geraten und diente den spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert sogar als erste Niederlassung im Norden Yucatans. Eine der Attraktionen ist die "Piramide de Kukulcán": 30 Meter hoch, mit 365 Stufen, die die Tage des Sonnenjahres symbolisierten und in ihren Abmessungen wichtigen Eckpunkten des Maya-Kalenders entspricht und die der Gefiederten Schlange geweiht ist. Unterhalb der Kukulcán Pyramide entdeckten Archäologen noch eine kleinere 17 Meter hohe Pyramide, das so genannte Nonnenkloster "Convento de las Monjas", dessen Fassaden prunkvoll mit Chac-Masken verziert sind.



Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Besuch von Chichén Itzá zur Tagundnachtgleiche (20. März und 21. September). Der Schatten, der auf die Treppe des Castillo mit eine Höhe von 30 Metern fällt, ähnelt einer gigantischen Schlange, die im März die Pyramide hinauf und im September hinunter kriecht.
Die Jahre zwischen 800 und 900 n.Chr. läuteten nach rund 2500 Jahren Hochkultur den Niedergang der Maya im Süden Yucatáns ein. Die Bautätigkeit wurden fast schlagartig eingestellt und die Städte verödeten. Die Ursachen für den Zusammenbruch dieser einst blühenden Kultur sind bis heute nicht geklärt.


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