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Dreißig Maya-Sprachen, mit denen sich in der gesamten Munda Maya 7,5 Mio. Menschen verständigen.
Verglichen mit den Indigenas anderer mexikanischer Regionen geht es den Yucatan-Maya relativ gut. Niemand scheint zu hungern, selbst wenn die Nahrung oft recht einseitig aus Mais und Bohnen (frijoles) besteht. Was man zum Leben braucht, haben die Maya - aber auch nicht mehr.
Die auf dem Land lebenden Maya werden in Yucatan mestizos genannt, während sich die Oberschicht für weiß hält.
In den Zeiten des Henequen-Booms (1870-1930 Boom des "grünen Golds" aus Yucatán - Henequen-Agave. Man gewinnt aus den Blättern bis zu 1,5 Meter lange Fasern, die zur Herstellung von Tauen und Seilen),
galt sie noch als casta divina, die göttliche Kaste. Die wirtschaftlich führende Rolle hat inzwischen die casta beduina übernommen: Arabische Einwanderer kontrollieren den Handel. Aber alle sind mit Stolz Yucatecos und nur dem Pass nach Mexikaner.
Heute leben in Mexiko, Belize, Guatemala und Honduras noch etwa 7,5 Mio. Maya.
Die Behausungen dieser Mayas, die nach wie vor nach ihren Regeln leben, mit Schamanen usw, sehen fast genauso aus, wie vor 1500 Jahren - Holzgeflechte, mit Lehm beworfen und einem Strohdach bedeckt, die nach Wetterbediengten Unbilden schnell wieder aufgebaut werden können.
Auch heute noch leben die meisten Maya vom Maisanbau. Die heutige Mayareligion ist eine Mischung aus Christentum und alten Maya-Traditionen. Opfergaben von Hühnern, Gewürzen oder Kerzen sind üblich. Die einzelnen Mayagruppen identifizieren sich über besondere Elemente ihrer traditionellen Kleidung, in der sie sich jeweils von anderen Maya-Gruppen unterscheiden.
Jede Maya-Gemeinde hat ihre eigenen religiösen und weltlichen Oberhäupter.
Sie verdienen ihr Geld durch die Herstellung und den Verkauf von Hochwertigen Handwerksgütern, Stoffen, Öl- und Wasserfarbengemälden, Töpferwaren, Korbflechtereien, Holzschnitzereien. Die Webkunst hat bei den Maya eine tausend Jahre alte Tradition, die Gewänder und Trachten sind von hoher künstlerischer Qualität und unverzichtbar für die indigene Identität.
Die Bauern bebauen ihre Felder noch so, wie ihre Ahnen es vor langer Zeit getan haben, im Brandrodungsbau. Die Landwirtschaft (der Maya) basierte hauptsächlich auf dem Maisanbau. Hierfür verwendeten sie eine sehr einfache Methode. Es werden die Bäume gefällt und zusammen mit dem Gestrüpp verbrannt. Anschließend werden die Maiskörner mit Gurken und Bohnen in das Pflanzloch gelegt, diese Art des Anbaus gibt einen höheren Ertrag, da sich die Pflanzen fördern.
Die Maya zerstörten den Wald nicht im Kahlschlag, sondern betreiben eine überlegte Form der Rodung.
Die Stubben lassen sie im Boden, sie dienen als Düngung. Die Rodung beginnt im Januar und dauerte einige Monate.
Anfang Mai erfolgte die Aussaat des Maises, des wichtigsten Grundnahrungsmittels.
Durch die Missionierung der Spanier entwickelten die Maya im Laufe der Zeit eine Mischreligion aus ihrem alten Glauben und dem Katholizismus. So glauben sie zum Beispiel einerseits an den christlichen Gott, haben sich andererseits aber noch viele ihrer Naturgottheiten erhalten. Opferrituale werden freilich nicht mehr abgehalten.
An den "Días de los muertes", den Totentagen im November, besuchen die Maya die Gräber ihrer Angehörigen.
Sie bringen nicht nur Blumen, sie putzen auch die Knochen ihrer Verwandten, die in kleinen Gruften auf dem Friedhof liegen und essen gemeinsam an den Gräbern.
Die Maya verwenden viele Heilpflanzen, die besser sind als viele unserer Medikamente, diese Kenntnisse wird von den Schamanen weitergegeben an ihre Nachfolger.
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