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Im Golf von Mexiko
Wir müssen früh raus, um 3 Uhr geht es los, durch den Dschungel Richtung Holbox . Wir sind ca. drei bis 4 Std mit dem Auto unterwegs, erst Richtung Cancun dann quer durch den Dschungel zu einen kleinen Hafen am Mexikanischen Golf. Wir fahren mit Booten zu der Insel Holbox, dort steigen wir in Fischerboote. In jedem Boot dürfen nur 6 Leute rein. Es fahren vier Boote mit uns auf den Golf von Mexiko und es gewittert kräftig. Es war gut, dass wir Regenjacken mitgenommen haben, aber durch die Feuchtigkeit ist uns kalt. So nach etwa drei Stunden mindert der Bootsführer die Geschwindigkeit und wir sehen aufmerksam rundum das Wasser ab, ob sich nicht ein Tier zeigt.

Zahlreiche karibische Fischschwärme, Schildkröten und ab und zu sogar riesige Mantarochen kommen an die Oberfläche. Das erste was wir zu Gesicht bekommen ist ein riesiger Mantarochen.
Bei den Fischschwärmen hat man den Eindruck dass das Wasser kocht, soviele Fische sind es.
Dann sehen wir auch schon ein paar Delphine aus dem Wasser springen, eine Schildkröte taucht auch zum Luftholen auf. Kurz darauf taucht auch ein großer Mantarochen gleich neben unser Boot aus dem Wasser. So, als ob er sehen will, was da nun wieder auf dem Wasser los ist. Ich sehe seine großen Augen und kann gar nicht glauben, dass die Spitzen an den Seiten, die so einiger Entfernung aus dem Wasser ragen. So riesengroß habe ich mir die Tiere nicht vorgestellt. Die finde sie einfach nur schön und gigantisch.
Der Walhai (Rhincodon typus) ist gleichzeitig der größte aller noch lebenden Haie und der größte lebende, zurzeit bekannte Fisch. Obwohl es auf Sichtungen beruhende Berichte von bis zu 18 oder 20 m langen Exemplaren gibt, war das bisher längste gemessene Exemplar 13,7 m lang, größere Längen werden wohl vor allem auf der besonders bei großen Tieren häufigen Größenüberschätzung sowie Übertreibungen beruhen. Walhaie können ein Gewicht von über 12 Tonnen erreichen. Trotz seiner beachtlichen Größe ist er absolut ungefährlich. Walhaie ernähren sich wie Riesenhaie und Riesenmaulhaie von Plankton und anderen Kleinstlebewesen, die sie durch Ansaugen des Wassers filtrieren.
Das Georgia Aquarium und das Mote Marine Laboratorium entdeckten während einer amerikanischen und mexikanischen Studie zum Schutz und zur Erhaltung der Walhaie im Golf von Mexiko und in der Karibik eine große Ansammlung von Walhaien vor der Küste von Mexiko.
Holbox ist ein sehr spezieller Platz für das Leben der Walhaie,“ sagt Hueter. „Wir haben hier die höchste Anzahl von Walhaien in einem begrenzten Gebiet gefunden wie sie nirgendwo anders auf der Welt vorkommt. Das Verständnis warum die Walhaie hier in dieser Anzahl vorkommen wird wichtig sein für deren Schutz.“
Es zeigte sich, dass mehrere hundert Walhaie sich jeden Sommer in den Gewässer des Kontinetalshelfs bei Cabo Catoche zwischen der mexikanischen Inseln Isla Holbox und Isla Contoy versammeln um die dortigen großen Planktonvorkommen als Nahrungsquelle zu nutzen. Bis heute wurden 554 Walhaie dokumentiert und makeriert. Die Haie haben eine Größe von 1,5 Metern bis zu 13 Metern Länge. Dabei schließen sich sowohl geschlechtsreife wie auch nicht geschlechtsreife Tiere zu Gruppen zusammen. Ein weibliches Tier kommt dabei auf zwei bis drei männliche Tiere.
Walhaie sind von gräulicher, bräunlicher oder bläulicher Farbe. Der Bauch ist hell gefärbt, der Rücken ist mit hellen Streifen und Flecken überzogen, die in Querlinien angeordnet sind. Das große Maul erstreckt sich über die gesamte Breite der abgeflachten und stumpfen Schnauze. Er hat als einziger Vertreter der Haie ein endständiges Maul. Die etwa 3600 kleinen Zähne stehen in mehr als 300 dichten Reihen angeordnet. Sie besitzen fünf Kiemenspalten, zwei Rückenflossen sowie Brust- und Analflossen. Der obere Lappen der Schwanzflosse ist etwa ein Drittel länger als der untere.
Mehr als 200 Gebiete auf offener See zählen schon zu den so genannten "toten Zonen". Wegen des extrem hohen Eintrags von Nährstoffen, meist aus der Landwirtschaft, wird der Sauerstoff fast vollständig aufgezehrt und fehlt den Meeresbewohnern zum Leben.
Besonders bedrohlich entwickelt sich die Lage nun im Golf von Mexiko.
Wissenschaftler schlagen Alarm: Der Golf von Mexiko droht zu einer gigantischen "Todeszone" zu werden. Schuld an der Katastrophe ist Biosprit. Und auch in anderen Regionen der Welt führt die Nachfrage nach dem Biotreibstoff zu großen Problemen. Algenwüsten im Golf! Dort wo der Mississippi in den Golf von Mexiko mündet, herrscht der Tod. Keine Fische, keine Einzeller, keine Seekühe bevölkern den biologisch toten Mündungsbereich. Verantwortlich für dieses ökologische Desaster: der Biosprit. Der vermeintlich ökologisch korrekte Treibstoff wird in den USA vor allem aus Mais gewonnen, und der wird von den Farmern wie verrückt gedüngt.
Vor allem aus den Staaten, die Pflanzen zur Biosprit-Erzeugung produzieren, Illinois, Iowa, Nebraka und Wisconsin fließen Stickstoffverbindungen und Phosphate über den Mississippi in den Golf von Mexiko, wo sie das Wachstum der Algen verstärken. Wenn die Algen absterben und sich zersetzen, brauchen sie dafür Sauerstoff, der dann wiederum den Fischen fehlt.
Schon jetzt sei die "Todeszone" 20.000 Quadratkilometer groß. Das entspricht ungefähr der Fläche von Rheinland-Pfalz.
US-Senat forciert die Katastrophe
Die US-amerikanische Regierung strengt sogar den Ausbau der Biosprit-Produktion an. Bis zum Jahr 2022 sollen jährlich bis zu 136 Milliarden Liter Ethanol hergestellt werden. Gut 56 Milliarden Liter davon könnten aus Maisstärke produziert werden - mehr als dreimal so viel wie im Jahr 2006.