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Geographische Lage
Maya
"Maya“ - das klingt nach Altertum, Geheimnis, Vergangenheit. Aber die Kultur der Maya ist nie untergegangen, sie ist bis heute höchst lebendig. Über acht Millionen Nachfahren der Bauherren grandioser Tempel- und Pyramidenanlagen leben heute im Süden Mexikos, in Guatemala und Belize.
Yucatan
Guatemala und Belize
Chiapas und den westlichen Regionen von Honduuas und El Salvador
Fläche: 35000 km²
Das Gebiet: Von Archäologen in 3 Teile geteilt
1. Nordzone: Größter Teil der Halbinsel Yucatán
2. Zentralzone: Petén samt Belize
3. Südzone: Hochland Südguatemalas
Überblick über die Maya
Entwickelt sich ,ca. 250 n Chr im zentralen Tiefland von Yukatan, zu einer Hochkultur.
Kein einheitliches Herrschertum Oft Kriegszustand Gefangennahme hochrangiger Persönlichkeiten war Hauptziel!
Eigene Kultur dieselben Mythen, Religion und Vorstellung von Leben nach dem Tod.
Einflüsse Teothuacáns Architektur, Religion, Waffen,...
Untergang bis heute nicht sicher geklärt!
Geschichte der Maya
Forscher unterteilen die Entwicklungsgeschichte in 3 Epochen, die in weitere Perioden unterteilt sind:
1. Präklassik (2600 v. Chr.- 250 n. Chr.)
2. Klassik: (250 - 900 n.Chr.)
3. Postklassik: (900 - 1542 n.Chr.)
Präklassik: Frühe Präklassik: (2600 - 900 v.Chr.), Mittlere Präklassik: (900 - 400 v.Chr.) und
Späte Präklassik: (400 v.Chr. - 250 n.Chr.)
Klassik: Frühklassik: (250 - 600 n.Chr.) und Spätklassik:(600 - 900 n.Chr.)
Postklassik
Das Schriftsystem der Maya
Einziges vollständiges Schriftsystem --> Sprache vollständig in Schrift umsetzten
Inschriften auf Stein, Holz, Keramiken und Rindenbasthaut (Codizes)
Auf Stelen: Wichtige Ereignisse, Inthronisierungen, Gefangennahme wichtiger Persönlichkeiten dargestellt
Olmeken ~ Maya kulturell am nächsten.
Älteste Schriftdenkmal: Stele aus Tikal (292 n. Chr.)
Die Blockförmigen Maya- Hieroglyphen in Doppelspalten von links nach rechts und von oben nach unten gelesen.
Die Mythologie der Maya
Götterwelt = umfangreich und komplex
Darstellungen der Götter auf Flachreliefs, Gefäßen und in den Codices
Jedes Element beseelt und Ausdruck des Übernatürlichen.
Universum aus 3 Ebenen:
Einer Unterwelt (Xibalbá)
Einer von Menschen bewohnten mittlere Welt
Und einer himmlischen Welt
Diese Ebenen wurden durch den Weltenbaum (Wacah chan) miteinander verbunden.
Weltenbaum
Chac
Opferriten --> große Bedeutung Menschen- und Tieropfer --> Zeremonie
Wichtige Götter
Chaac
oder auch Chac war der Gott des Regens, der Fruchtbarkeit und Landwirtschaft in der Götterwelt der Maya und entspricht dem aztekischen Tláloc.
Wegen der auf Yucatán vorherrschenden Trockenheit kam dem Regengott Chaac eine große Bedeutung zu und es wurden ihm zu Ehren viele Opferungen (z.B. in der Cenote von Chichén Itzá ) durchgeführt. Die Masken des Regengottes Chaac findet man zahlreich an den Bauwerken und Tempeln der Mayas. Der Regengott Chaac wird mit einer Rüssel ähnlichen Nase und zwei nach unten eingerollten Eckzähnen dargestellt. An der Stirn finden wir einen gerollten Streifen. Das Wort „chac“ ist eine nähere Bezeichnung der roten Farbe. Zum Beispiel bedeutet Chac Ahau „Roter Herr“ (Name für den Gott des Ostens).
Itzmaná
was soviel bedeutet wie "Haus des Tropfens" oder "Haus des Himmels" , war in der Mythologie der Maya der Sohn des Schöpfergottes Hunab Ku. Itzmaná war der Gott des Himmels, Herrscher über Tag und Nacht und eine der wichtigsten Gottheiten der Maya . Itzmaná machte die Menschen auf die Nahrungsmittel (Mais und Kakao) aufmerksam und erfand die Kunst des Schreibens. Da er seinem Volk die Kultur brachte, wurde er zum Nationalgott der Maya. Ein anderer Name von ihm ist Yaxkokahmut, d. h. „Herr des Wissens“ oder auch „Herr der Medizin“ Er wird als freundlicher, alter Mann dargestellt, zahnlos mit eingefallenen Wangen und einer betonten Nase. Er war immer wohlwollend und niemals für eine Katastrophe verantwortlich.
Ix Chel
auch "Chack Chel" genannt, war in der Götterwelt der Maya die Herrin des Regenbogens und des Mondes. Sie war Göttin der Fruchtbarkeit der Geburt und aller weiblichen Angelegenheiten. Ebenfalls war sie die Schutzpatronin der Weber. Ix Chel war jedoch nicht nur Göttin der Heilkunst sondern auch Überbringerin von Krankheiten. Diese Krankheiten werden auf Abbildungen, zum Beispiel Codex Dresdensis von Vögeln personifiziert, welche die Göttin auf dem Rücken trägt. Die typischen Merkmale der Göttin Ix Chel ist ihre Haarfrisur mit einer langen, über den Rücken hängenden Locke und die betont große weibliche Brust.
Kinich Kakmo
oder auch Kinich Ahau ( ="Herr der Sonnenaugen") , war der Sonnengott und Gottheit des Lichtes der Maya. Der Sonnengott wurde sowohl als alter wie auch als junger Mann dargestellt. Bei seiner Reise durch die Unterwelt wurde er bei Nacht zum Jaguargott.
Kukulcán
ist die Bezeichnung der Maya für Quetzalcóatl, den Gott der Tolteken. Kukulcán bzw. Quetzalcóatl kam mit dem Volk der Itzá unter dem sich ebenfalls Quetzalcóatl nennenden Heerführer ins Land der Maya. Im Pantheon der Maya galt Kukulcán als großer Organisator, Städtegründer, Gesetzgeber und Lehrmeister des Kalenders. Seine Symbole sind der keimende Mais, der Fisch und für das Element Feuer eine Eidechse oder eine Fackel. Vor allem ist er ein Gott der Auferstehung und der Wiedergeburt. Kukulcán hieß bei den Quiche -Maya "Kukumatz".
Nach Kukulcán ist auch die zentrale Pyramide ("El Castillo") der Ruinen von Chichen Itza benannt.
Yum Xac
In der Mythologie der Maya Maisgott , Gott der Landwirtschaft, der Jäger und der Natur.
Alternativname: Yum Kaax, Yum Ka'ax, U Kanin Ka'ax, Gott E.
Yum Xac wird ausgesprochen: yum KA ash
Yum Xac, der auch als die personifizierte Schönheit bezeichnet wird, ist auf Darstellungen meist als junger, gut aussehender Mann mit einer Maispflanze / Maiskolben auf dem Kopf abgebildet. Der Beiname von Yum Xac lautet „Uaxac Yol Kauil“ was übersetzt soviel wie „Acht Herz des Überflusses“ bedeutet.
Untergang des Reichs
Sie lebten in Prunk und Überfluss, allerdings tausende Kilometer voneinander entfernt –
dennoch verschwanden sie zur gleichen Zeit: Dem Untergang der Tang-Dynastie in China und der Mayakultur in Mexiko könnte laut einer neuen Studie eine weltweite Dürre zugrunde liegen
Beide Trockenphasen könnten, so die Wissenschaftler, das Ergebnis einer südlichen Verschiebung der Regengebiete gewesen sein, die den gesamten Nordtropen den Sommerregen für zwei Jahrhunderte entzog. Die Härte, mit der dieser Klimawandel die tropische Region traf, könnte einer der wichtigsten Gründe, wenn auch nicht der einzige dafür sein, dass die beiden Kulturen verschwanden.
Um 300 n. Chr. begannen die Maya, die im Gebiet um Petén lebten, Stenmonumente, so genannte Stelen, zu errichten, auf denen sie die Leistungen ihrer Könige verzeichneten und wichtiger Ereignisse gedachten. Viele dieser Stelen blieben erhalten, überwuchert von der Vegetation des Regenwaldes. Die Archäologen konnten ihre Inschriften entschlüsseln, die in einer Bilderschrift abgefasst sind. Daraus ging hervor, dass sich die Stadtstaaten der Maya, wie Tikal und Palenque, praktisch ständig bekriegten. Kriege waren nötig, um Gefangene für die Menschenopfer zu machen. Ihr Götterglaube verlangte es, an bestimmten Tagen oder zu Ereignissen wie der Bestattung eines Königs Menschenopfer darzubringen. Die Opfer wurden gefoltert, bevor man ihnen das Herz herausschnitt. Auch die Maya-Könige mussten sich schmerzhaften Ritualen unterziehen; so wurden ihre Zungen mit dem Stachel eines Rochens durchbohrt, damit sie sich mit den Geistern der Ahnen verständigen konnten.
Die Maya besaßen einen sehr genauen Kalender, der auf präzisen astronomischen Beobachtungen beruhte, und sie schrieben Bücher, die sie mit Bildern verzierten.
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